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K+S-Aktie: Buchgewinn von 70 bis 80 Mio. EUR durch Verkauf von Nitrogen


09.05.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von K+S (ISIN DE000KSAG888 / WKN KSAG88) von "halten" auf "kaufen" hoch.

Neben dem besser als erwartet ausgefallenen Q1-Bericht sei der Verkauf des Stickstoffhandelsgeschäfts (Nitrogen) an die russische Eurochem für 140 Mio. EUR (das heißt - Buchgewinn von 70 bis 80 Mio. EUR, abhängig vom Abschluss in Q2) und die Nachfolge innerhalb des Managements geregelt worden. Mark Roberts, CEO von Morton Salz, übernehme den Salzbereich als CEO von Norbert Steiner, der wiederum ab Oktober das Kaligeschäft verantworten werde, sobald der Kali CEO Joachim Felker in Rente gehe.

Die Verbesserungen des operativen EBIT hätten aus dem besseren Düngemittelgeschäft resultiert. Zum einen habe das operative EBIT I bei Kali- und Magnesiumprodukten mit 208,5 Mio. EUR (BHLe: 186,1 Mio. EUR) fast an das gute Vorjahresergebnis von 224 Mio. EUR herankommen können (Grund: Kostensteigerungen noch nicht so stark wie erwartet; 210EUR/t vs. 220 EUR/t). Im Salzbereich habe das EBIT I bei 45,5 Mio. EUR aufgrund des schwachen Auftausalzgeschäfts unter den Erwartungen gelegen (BHLe: 55 Mio. EUR).


Die gestiegenen Preise seien der wesentliche Grund für den Umsatzanstieg bei Nitrogen von 9,6% yoy auf 359,5 Mio. EUR gewesen (BHLe: 305 Mio. EUR), womit auch das EBIT I mit 32,2 Mio. EUR über der Erwartung der Analysten (27,5 Mio. EUR) gelegen habe. Der Bereich werde ab sofort als nicht fortzuführendes Geschäft ausgewiesen, weshalb die Analysten ihre Schätzungen ab 2012ff überarbeitet hätten (rund 1,2 Mrd. EUR Umsatz und 70 Mio. EUR EBIT würden wegfallen).

Da die Handels-EBIT-Marge bei Nitrogen jedoch mit 6% immer deutlich unter den Kerngeschäftsmargen (Kali: 30 bis 35%; Salz: 7-14%) gelegen habe, der Distributionsvertrag Ende 2014 ausgelaufen wäre und die Eurochem bereits die Anlagen von BASF (ISIN DE000BASF111 / WKN BASF11) übernommen habe, sei der Verkauf an den russischen Großaktionär Eurochem positiv für K+S zu werten. K+S habe den Ausblick mit einem stabilen Umsatz und einem moderaten Rückgang im EBIT I für das Gesamtjahr bestätigt (jedoch ohne Berücksichtigung des Nitrogen-Verkaufs).

Angesichts eines KGV2012 von 11x (10y Durchschnitt bei 14,3x) ist die Aktie von K+S wieder günstig bewertet, daher empfehlen die Analysten vom Bankhaus Lampe aktuell wieder den Kauf. Das Kursziel werde bei 42,00 EUR belassen. (Analyse vom 09.05.2012) (09.05.2012/ac/a/d)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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